Teil eines Werkes 
1. Th. (1848)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

88

4

durch ihren Liebreiz thun, wenn ich meinem Gebieter in's Gehege gehen wollte...

Eine ſchöne Schweizerin... rief Bernard nichts Gutes ahnend.

Ja, der Kerl hat dieſer Tage ein junges Mädchen in der Baſtille eingekerkert, das nur eben aus der Schweiz eingetroffen war...

Wie konnte er Ihnen aber ſo etwas ſagen? rief Bernard noch bleicher werdend als er ſchon war.

Er mochte mich ſicher zu haben glauben und nöthigen⸗ falls mich zu ermorden gedenken, ſo daß er ſich nicht geniren zu müſſen meinte... Es zeigte ſich auch ſehr bald, wie ſehr er entſchloſſen war mich nie wieder mit einem Menſchen ſprechen zu laſſen. Als wir bis an den Canal gekommen waren, hörten wir ein Getümmel von Leuten, der furchtbare Kerl verſetzte mir einen heftigen Schlag in's Genick, ſtürzte mich in den Canal und hat ſogleich, wie ich nachher erfuhr, mit ſeinen Helfershelfern einen in der Nähe bereit ſtehenden Wagen beſtiegen...

Ein junges Mädchen aus der Schweiz... erſt an⸗

gekommen... brummte Bernard wie vernichtet vor ſich hin...eingekerkert in der Baſtille... ah, ah, ſollte das nicht Charlotte ſein! Der Gouverneur

ſchickt mich nach Verſailles und befiehlt mich nicht wieder