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bedarf bloß ein Stündchen Schlaf zu meiner völligen Wiederherſtellung... Man bringt den Gebrechlichen hierher?“
„Er muß bald da ſein...“
Nach dieſen Worten wendete ſich Bernard nach der Wandſeite und bald war er entſchlummert.
Die Nacht vom 4. zum 5. Mai verging ohne bemer⸗ kenswerthen Vorfall. Als Bernard am andern Mor⸗ gen die Augen aufſchlug, fühlte er zwar noch einen hef⸗ tigen Schmerz am Kopfe, aber das Fieber hatte ihn ſo ziemlich verlaſſen. Am andern Ende des Zimmers be⸗ merkte er ein zweites Bett, welches den Tag vorher noch nicht da geſtanden hatte. Der Bucklige lag darin und ächzte leiſe.
„Sind Sie es, Unglücksgenoſſe?“ fragte Bernard.
„Ja,“ antwortete der Angeredete, ſich ein wenig auf ſeinem Lager erhebend,„ich bin der Unglückliche, welcher Sie mit in's Verderben geriſſen hat! Ach, wie befinden Sie ſich?“
„Die Burſche haben mir die Kopfhaut geritzt,“ ver⸗
ſetzte Bernard,„aber ich gedenke ihnen den Schädel zu ſpalten.“
„Ich habe noch nicht die Ehre Sie zu kennen,“ ſagte


