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der Diener Ihrer Majeſtät, deren Gehalt und Kleidung, den Aufwand der Königin bei Tafel, in der Garderobe
und an Geſchenken, das alles habe ich ihm gemeldet,
weil es ihn ſehr zu intereſſiren ſchien— und ich glaube,
ein ſo uneigennütziger und freiheitsliebender Mann ver⸗ diente dieſes Vertrauen... In welche Hände aber nun mein ſo eben geſchriebener Brief und die Billets Robes⸗ pierre's gefallen ſind, das weiß der Himmel...“
„Ich werde mich bemühen dahinter zu kommen und Sie, ſoweit meine Kräfte reichen, jedenfalls in Schutz nehmen,“ antwortete Bernard, ſeines Beſuchs bei dem mächtigen Mirabeau gedenkend. Ich wohne in der Schloßgaſſe Nr. 3,“ fügte er hinzu;„dahin werden wir uns zunächſt begeben.. Doch was geſchah weiter?“
„Nachdem mir der Räuber dieſe Briefſchaften abge⸗ nommen hatte, quälte er mich mit Fragen, die ſich ins⸗ geſammt auf Robespierre's gleichgeſtnnte Freunde be⸗ zogen und von denen ich keine beantworten konnte...“
„Warum riefen Sie nicht gleich um Hülfe, da Sie den Mund frei hatten?“
„Daran verhinderte mich das Piſtol, welches er mir auf die Bruſt geſetzt hatte; ich wollte lieber ein Weilchen als auf ewig ſchweigen.“
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