Teil eines Werkes 
1. Th. (1848)
Entstehung
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tel hier unter dem Spiegel auf! Wie wenden einen Theil der Rede des wackern La Fare gleich praktiſch an.

Und lächelnd übergab ihm Mirabeau das Bild.

Die hoffnungsvolle Pariſer Jugend ſah ſich ſo uner⸗ wartet mit einem Spottnamen geziert, daß es ihr völlig verging, ſich an denBauern noch weiter zu reiben, zumal da ſie hörten, daß ſich unter denſelben ein Graf und noch dazu der durch ſeine beißenden und heftigen Schriften bekannte Graf Mirabeau befand. Alle In⸗ crohables ſuchten hinter ihren hohen Halsbinden ſoviel Raum zu gewinnen, um die Madeira⸗Reſte durch den zuſammengeſchnürten Hals zu gießen, lorgnettirten mit gewohnter Keckheit, aber unter dem fortwährenden Ge⸗ lächter der Nicht⸗Incrohables ihre ſo ganz unverkennba⸗ ren Ebenbilder oder machten ein Paar Kreuzhiebe mit ihren Knütteln und entfernten ſich endlich mit Entrechats und allerhand Geberden ſchlecht verhehlter Verlegenheit. Die unter dem Spiegel aufgehängten beiden Incroyables waren bald noch die einzigen im Saale.

Ah ah, beſter Graf... begann Mounier lachend.

Riquetti, wollen Sie ſagen, fiel ihm Mira⸗ beau in's Wort,denn unter den Vertretern des dritten Standes giebt es keine Grafen.

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