ſtreiten ſchienen. Ihre Röcke waren vom feinſten Tuch, ihre Beinkleider reichten bis an die Hälfte der ausgeſtopf⸗ ten Wade und ihre Schuhe waren bis auf die Zehen⸗ ſpitzen ausgeſchnitten; in der Linken hatte Einer die Uhr und der Andre eine ſchöne Lorgnette, in der Rechten hiel⸗ ten ſie Beide kurze dicke Prügel; unter den unglaublich hohen Halsbinden war die Hälfte ihrer übermäßig großen Ohren verborgen. Als Unterſchrift las man:„Portrait zweier Anführer der 60,000 M. ſtarken Armee der In⸗
croyables, welche wegen ihrer Körperſchwäche nicht mehr
Kleider der Armen auf ſich laden können.“
Die Gecken konnten ſich in dieſer Darſtellung nicht verkennen. Nach einem kurzen Stillſchweigen der Ueber⸗ raſchung ermannte ſich einer der Stutzer zu dem Ausruf:
„Oh, c'est cha'mant, pa'ole d'honneu'!“
Ein ſpöttiſches Lächeln von Seiten der Deputirten war die Antwort. Selbſt die ſchlichten Bürger und der ernſt geſtimmte Bernard konnten ſich des Lachens nicht enthalten, denn auch ihnen wurde der Kupferſtich gereicht. Dann nahm Rabaud de St. Etienne aus Nimes das Wort:
„Liebſter Graf Mirabeau, hängen wir dieſes ſchöne Gemälde zum Andenken unſres Verweilens in dieſem Ho⸗


