liches Unwohlſein grenzende Ermüdung. Er ſuchte aus der Menſchenwoge herauszukommen, um ſich in einem Gaſthauſe zu erholen. Nach vieler Mühe gelang es ihm, „das große Ordensband“ zu erreichen, welches dieſen Namen nicht lange mehr führen, ſondern gegen den„des Kaffeehauſes der Deputirten“ vertauſchen ſollte. Aber auch hier waren alle Zimmer zum Erdrücken mit Men⸗ ſchen angefüllt. Endlich fand Bernard noch ein Unter⸗ kommen in einem Saale des großen Hofgebäudes, wo nur einige Pariſer Stutzer ſaßen oder umherſchlenderten. Es waren dies Geſchöpfe aus niederländiſchem Tuch und etwas Körper, die beinahe ihre ganze Exiſtenz ihrem Schneider zu danken hatten, Leute mit ungeheurer Hals⸗ binde und winzigem Gehirn, die nichts in der Welt ſo gut verſtanden, denn als angebliche Glieder der bonne compagnie das Geld ihrer Väter durchzubringen. Ihre Eleganz zeigte ſich außerdem in einer vornehm affectirten Gleichgültigkeit gegen alles Bürgerliche und in ihrer zier⸗ lichen Sprache, die ſelbſt den rauhen Laut des r ganz verſchmähte. An zwei bis drei Seitentiſchen tranken zur geringen Freude des vornehmen Oberkellners auch einige ſchlichte Bürgersleute ihr Gläschen Landwein; ſie ſchienen wider ihren Willen in dieſes Hotel gedrängt worden zu ſein. Nicht weit von dieſen ſetzte ſich Berna rd nieder,
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