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de Launoy ein Weſen angekommen war, das durch
ſeine Anmuth alles um ſich her bezauberte. Das Por⸗ trait, welches ſich der Gouverneur ſchon vor längerer Zeit von ihr zu verſchaffen gewußt, hatte nicht geſchmeichelt, denn es blieb weit hinter ſeinem Original zurück. Trotz ſeinen funfzig Jahren war der Herr von Lau noy völlig entzückt über die Schönheit des holden Kindes und nährte Wünſche, wie ſte dem jungen Bernard noch nicht ein⸗ gefallen waren.
Am Abend des Tages, wo der Schweizer zu ſeinen zahlreichen Kameraden in Verſailles abgegangen w
ar, ſaßen Henriette de L
aunoh und Charlotte Vanner in einem ſchön geſchmückten Zimmer der Baſtille und un⸗ terhielten ſich, ſo gut es gehen wollte; denn Letztere nicht ſehr aufgelegt, obwohl ſte keine Ahnung vom Ab⸗ marſch ihres Geliebten hatte; denn ſie empfand eine Art von unwiderſtehlicher Scheu vor dem Gouverneur, deſſen
brennende Blicke ſie verfolgten. Gegen 9 Uhr, als beide
Mädchen eben beim Thee ſaßen, öffnete ſich die Thur und— Herr de Launo
y trat ein. Er war nicht mehr in ſeiner Uniform, ſondern hatte einen grauen Frack an und ein hochrothes Bändchen im Knopfloch. Seine zuſchigen Augenbrauen nach ſeiner Art freundlich empor⸗ hend ſagte er zu den beiden Mäͤdchen:
war


