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„Ach, mein Freund, alles was ich geſehen habe, die ſchöne Rundſicht von dieſem Thurme herab nicht ausge⸗ nommen, beklemmt mir das Herz; wir wandeln über den Häuptern von Unglücklichen.“
„Man ſagt, es ſeien ſchwere Verbrecher,“ antwortete Bernard.
„Man ſagt das in der Baſtille,“ verſetzte Char⸗ lotte, das letzte Wort ſcharf betonend;„aber ander⸗ wärts überall, mein Guter, ſpricht man noch nicht anders als zu der Zeit, wo wir in Genf über dieſe Dinge redeten.“
„Soviel ich vom Major de Losmes, meinem väter⸗ lichen Freunde, gehört habe, befinden ſich gegenwärtig nur ſieben Gefangene hier...“
„Und wenn es einer wäre, den man ohne Urtel und Recht eingekerkert hätte, ſo wäre das ſchon tief zu be⸗ klagen,“ unterbrach Charlotte.
„Du weißt nicht, wie ſehr Du mich durch dieſe Worte entzückſt,“ ſagte Bernard ſeiner Begleiterin die Hand drückend.
„Und dieſe ſieben?“ fragte ſie bewegt.
„Es ſind darunter vier Wechſelverfälſcher Namens Péchade, La Roche, Pujade und La Caurége.“ „War ihr Verbrechen erwieſen?“


