1 auch ſonſt Franzöſtſch verſtehe. Du hilfſt mir alſo nicht?“ “„Nein,“ antwortete Bernard feſt. „Adieu denn! Darum keine Feindſchaft!“ ſagte Borel die Bücher zuſammenpackend und ſte nach ſeiner eignen Zelle ſchleppend. 3„Ach,“ ſeufzte Bernard, als er wieder allein war, „Du haſt Recht, guter Borelz wie ſehr verlangt es mich nach meinen heimathlichen Fluren, nach den Ufern 8
des reizenden Sees, an denen ich mit meiner Charlotte
ſo oft luſtwandelte!... Und von ihr noch keine Ant⸗ . d„ . wort!... Kehrt auch wohl eine ſolche Gelegenheit je
6 zurück, ſie in Paris unterzubringen?.
.. Und wie glück⸗
3 lich würde ſie ſich fühlen in Geſellſchaft der gutmüthigen. Tochter des Commandanten!...“ 4 Kaum hatte Bernard dieſe Worte geſprochen, als 2
es an ſeine Thür klopfte. Es war ein Diener des Com⸗
r mandanten, welcher ihm einen Brief überreichte. Sowie ſ 5 der junge Schweizer die Handſchrift und das etwas be⸗ b 3 ſchädigte Siegel betrachtete, blieb er vor freudigem k 5 Schrecken ein Weilchen wie eine Bildſäule ſtehen. Dann 15 riß er den Brief haſtig an ſeine Lippen und drückte d einen glühenden Kuß darauf. Er war von ſeiner Char⸗ ſe lotte und lautete folgendermaßen: 9
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