Teil eines Werkes 
1. Bd. (1847)
Entstehung
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108 Der Seeräuber Vane.

2 ane und Dikam hatten unterdeſſen einen tüchtigen Vorſprung gewonnen und ſich der Küſte von Canada ge⸗ nähert, die nicht mehr gar fern lag. Die dringendſte Gefahr, von den Franzoſen verfolgt zu werden, war alſo glücklich vermieden; aber nicht geringer erſchien die zweite Gefahr an eine unwirthbare oder von grauſamen Wilden bewohnte Küſte zu gerathen und ſo keine engliſche Nieder⸗ laſſung zu erreichen. Sie hatten ſich folgenden Plan ent⸗ worfen:

Falls es ihnen gelang unmittelbar an einer engliſchen Küſte zu landen, ſo konnten ſie ſich für Schiffbrüchige ausgeben und fich dann leicht nach England überſetzen laſſen, wo ſie zu verſchiedenen Zeiten bedeutende Fonds angelegt hatten und ihre Lebenszeit in aller Bequemlichkeit beſchließen mochten; kamen ſie an ein Land der Eingebor⸗ nen, ſo brauchten ſie nicht gleich an's Land zu gehen (denn ſie waren mit Schiffszwieback, Trinkwaſſer, Ge⸗

wehren und Munition reichlich verſehen), ſondern konnten zan der Küſte hinfahren, bis ſie einen paſſenden und ge⸗

fahrloſen Landungsplatz auffanden. Dies alles ſprachen ſie gehörig durch, ruderten auf's emfſigſte und hofften den beſten Erfolg. Da legte ſich der Himmel ſelbſt in's Mittel; die beiden Abenteurer ſchienen den franzöſtſchen Kano⸗ nenkugeln nur entgangen zu ſein, um von den Wellen verſchlungen zu werden. 3

Am zweiten Tage ihrer Fahrt nämlich zeigte ſich am Himmel ein kleines Gewölk, bald erhob ſich ein heftiger Sturm und das Meer überfluthete aller Augenblicke das Fahrzeug. Fortwährend waren die Abenteurer mit Pum⸗

en beſchäftigt und bald bis zur Kraftloſigkeit ermattet. 5 nd ließen ſie die Hände ſinken.

Gegen

die Sonne zu Rüſte ging, erblickten ſie