Teil eines Werkes 
1. Bd. (1847)
Entstehung
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Der Seeräuber Vane. 101

Der Spanier war viel zu ſehr erſchrocken, als daß er ſich ſo ſchnell wieder hätte ſammeln ſollen, wie es bei dem Jähzorn des jungen Piraten nöthig geweſen wäre. Als dieſer keine Antwort erhielt, zog er in der That ſeinen Degen und ſtieß ihn, ehe ihn Neats verhindern konnte, dem auf die Seite ſpringenden Spanier durch den Arm.

6» Gehen Sie hinunter!“ rief ihm der Capitän zu, und trotzig gehorchte Vane.

Während man noch auf dem Verdecke beſchäftigt war, fand Dikam Zeit ſich zu Vane hinunterzuſchleichen, um ihm Troſt zuzuſprechen. Sowie er dieſen kommen ſah, rief er ihm mit halb erſtickter Stimme entgegen:

„Ha, vortrefflich! Der Moralheld will wohl ein Kriegs⸗ gericht über mich halten? Er mag ſich in Acht nehmen!“

„Nicht doch,“ ſuchte Dikam zu begütigen;„er wird Ihnen das einſchärfen was der die Regel auf dem Eagle nennt, weiter nichts! Nur keine Unbeſonnenheit mehr! Sie ſind zu größeren Dingen aufgehoben! Sie müſſen...“

„Ja, es iſt mir jetzt klar geworden, was ich muß! Werden Sie eine Unternehmung mit mir wagen?“

„Was für eine Unternehmung?“

„Eine zu unſerm beiderſeitigen Glücke. Fragen Sie jetzt nicht weiter. Genug, wenn ich auf Sie zählen kann.“

„Wie auf ſich ſelbſt!“

„Nun, dann nehme ich die Moralpredigt mit hin und...“

In dieſem Augenblicke hörte man den Capitän an der großen Luke die letzten Befehle in Bezug auf die Priſe ertheilen und herunterkommen. Es geſchah weiter nichts als was Dikam vorausgeſehen hatte, Vane verbarg ſeinen Unmuth, ſo gut es einem Engländer möglich iſt, und verrichtete ſeinen Dienſt, wie er ihm aufgetragen wurde. Es vergingen nun mehrere Wochen, ohne daß dem