Teil eines Werkes 
1. Bd. (1847)
Entstehung
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Der Seeräuber Vane. 97

Vater gedroht hatte, die Sache dem alten Herrn Vane zu berichten, lief unſer Charles eiligſt nach Hauſe, raffte einiges Geld und ein paar goldene Ringe zuſammen, eilte auf ungebahnten Wegen nach dem nächſten Seehafen und hatte das Glück, auf einem ſegelfertigen Schiffe zu⸗ nächſt als Schreiber unterzukommen.

Hier benahm ſich der junge Vane ſo muſterhaft und verrieth ſoviel Einſicht und nautiſche Kenntniſſe, daß ihn der Capitän in der Midſhipman⸗Kajüte bald vor Allen aufmerkſam behandelte und ausdrücklich für immer vom Aufwärteramte losſt

ſprach, welches die Midſhipmen bekannt⸗ lich nach der Reihe übernehmen müſſen. Bald avaneirte er zum Officier und zeichnete ſich bei mehrern Gelegen⸗ heiten durch Muth und Geiſtesgegenwart vortheilhaft aus. Man hegte von ihm allgemein die ſchönſten Hoffnungen.

Nur ſeine vertrauteſten Freunde wußten, daß er mit ſeinem Schickſale noch lange nicht zufrieden war. So lange er nicht Capitän, unumſchränkter Herr über das Schiff war, glaubte er noch nichts zu ſein. Einmal brachte ihm ſeine gegenwärtige Stellung ſehr wenig ein und dann war ihm die mit ſolcher Strenge geforderte Subordination in den Tod zuwider. Schon lange war er mit dem Ge⸗ danken umgegangen, ſich auf irgend eine Weiſe ſchnell zu bereichern und völlig ſelbſtſtändig, d. h. ein unumſchraͤnk⸗ ter Herr zu werden.

In dieſem unbeſtimmten Gefühl hatte er ſich auch im Hafen von Havanna einen 24 ſtündigen Urlaub erbeten und— der Zufall führte ihn mit dem Spion eines Ca⸗ perſchiffes zuſammen. Kaum hatte er dieſem ſeine Her⸗ zenswünſche geoffenbart, als Dikam das herrliche Leben auf ſeinem Schiffe mit den ſchönſten Farben malte und beſonders die Uneigennützigkeit des alten Neats hervor⸗

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