Teil eines Werkes 
11.-14. Bdchn (1856)
Entstehung
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Der Zweite war Vittorio Albani Fracaſſo, ein großer Dichter, der nur beim Mondſcheine arbeiten konnte. Als er eines Tages einen Reim in der Gegend von Saint⸗Quentin ſuchte, fiel er durch Zu⸗ fall mitten in einen am Wege des Herzogs Emanuel Philibert gelegten Hinterhalt; er war ſo mit der Widerſpänſtigkeit dieſes Reimes beſchäftigt, daß er vergaß, die Hinterhalter zu fragen, in welcher Abſicht ſie da ſeien: ſo daß, da mittlerweile der Herzog Emanuel vorüberzog, Fracaſſo ſich mitten im Ge⸗ menge befand; er that ſein Beſtes, um ſich heraus⸗ zuziehen, als er betäubt von einem Kolbenſtreiche, den ihm der Waffenträger des Herzogs Scianca Ferro, ein verdammter Schlaghart, verſetzte, nieder⸗ fiel. Der Hinterhalt mißglückte, Fracaſſo blieb auf dem Schlachtfelde, und da er, in Betracht der Ohn⸗ macht, in die er verſunken war, den Zufall ſeiner Gegenwart nicht erklären konnte, ſo zog man ihm einen Strick um den Hals und hißte ihn am Aſte einer Eiche auf! Obgleich der arme Fracaſſo, in ſeiner Eigenſchaft als Dichter, mager war wie ein Ziegen⸗ melker, ſo führte doch nichtsdeſtoweniger das Gewicht des Körpers die Zuſammenziehung der Schlinge, und die Zuſammenziehung der Schlinge die Erdroſſelung herbei. In dieſem Augenblicke kam er wieder zu ſich: er wollte die Erklärungen geben, die er für ſeine gewaltig gefährdete Chre für nothwendig erachtete; doch er war eine Secunde zu ſpät zu ſich gekommen: die Erklärungen konnten nicht paſſiren und blieben jenſeits der Schlinge; was Viele glauben machte, der arme Unſchuldige ſei mit Recht gehenkt worden.