Teil eines Werkes 
6.-10. Bdchn (1855)
Entstehung
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gemacht werden, die den dritten Stand nach ſeinen Mitteln beſteuern würde.

Armer dritter Stand! man hütete ſich wohl, ihn mit einem Jahre ſeiner Einkünfte zu beſteuern oder ihm die Sorge, ſich ſelbſt zu beſteuern, zu überlaſſen!

Ein Theil von dieſen Maßregeln wurde mit Be⸗ geiſterung beſchloſſen; die anderen wurden vertagt. Es verſteht ſich von ſelbſt, daß die vertagten Maßregeln diejenigen waren, welche die Geiſtlichkeit und den Adel zu den Koſten der Anwerbung und der Unter⸗ haltung der Truppen beiſteuern machten.

Was aber ſogleich beſchloſſen wurde, war, es ſollten vierzehntauſend Schweizer und achttauſend Deutſche angeworben werden; man ſollte in jeder Provinz des Reiches Compagnien von allen waffen⸗ fähigen jungen Leuten bilden.

Im Ganzen war dies viel Arbeit an einem Abend gethan; um Mitternacht hatte man Alles be⸗ endigt und abgeſchloſſen.

Einige Minuten nach Mitternacht ſtieg die Kö⸗ nigin die Freitreppe hinab; ſie hielt den Herrn Dau⸗ phin an der Hand, der, indeß er ſtehend ſchlief, anmuthig die Menge mit ſeinem kleinen Sammet⸗ toquet grüßte. 3

Um halb zwei Uhr kam die Königin in den Louvre zurück; ſie konnte gerade hundert Jahre vor ihrem Landsmanne Mazarin ſagen:Sie haben ge⸗ rufen, ſie werden bezahlen.

Ohl Volk! Volk! es war doch gerade dieſe Schwäche, die deine Stärke offenbarte; es war dieſe Verſchwendung deines Goldes und deines Blutes, die von deinem Reichthum zeugte! Diejenigen, welche

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