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der König und Catharina von Medici ſeien am vor⸗ hergehenden Tage angekommen und wohnen im Schloſſe.
Sogleich gerieth die Einwohnerſchaft in Bewegung, und zog mit dem Rufe:„Es lebe der König! es lebe die Königin!“ nach der fürſtlichen Reſidenz.
Heinrich war immer ſehr geliebt, Catharina war noch nicht verhaßt.
Der König und die Königin erſchienen auf dem alten eiſernen Balcon.
„Meine Freunde,“ ſprach der König,„ich bin in Eure Mauern gekommen, um ſelbſt der Vertheidiger der Stufen Frankreichs zu ſein. Von hier werden meine Ohren und meine Augen beſtändig gegen Saint⸗Quentin geſpannt ſein. Ich hoffe, der Feind wird nicht bis hierher kommen; doch für jeden Fall, wie es die braven Saint⸗Quentiner gethan haben, halte ſich Jeder zur Vertheidigung bereit. Wer Nach⸗ richten, gute oder ſchlechte, von der belagerten Stadt erhält, wird im Schloſſe willkommen ſein, wenn er ſie mir bringt.“
Der Ruf:„Es lebe der König!“ erſcholl aufs Neue. Heinrich und Catharina machten jene könig⸗ liche Geberde, die ſo lange die Völker getäuſcht hat, die Geberde, ſich die Hand auf das Herz zu legen, und zogen ſich zurück. Hinter ihnen ſchloſſen ſich die Fenſter wieder; Jeder ſetzte ſich ſo gut als mög⸗ lich in Vertheidigungsſtand, doch der König erſchien nicht mehr.
Die Gärtner, als man ſie befragte, ſagten, der König gehe in den düſterſten Alleen des Parkes manchmal bis um ein oder zwei Uhr Mor⸗ gens umher, bleibe oft plötzlich ſtehen, hor he unbe⸗
Dumas, der Page. II,


