Teil eines Werkes 
2 (1855) [Xaver Dubois]
Entstehung
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berinſtrumenten ſeinen Athem ein und leitete die Drähte im Ver⸗ borgenen? e enn hinaufgeſtiegen, blieb offen Sewühl von Stimmen drang tief aus den unteren Räumen hervor. Ich betrat durch die Fallthür die Stufen, die in eine ſchmale Gallerie führten, ſteckte den Kopf in eine runde Oeffnung, prachtvoll erhellten Saal, wo man, Kopf an Kopf gedrängt, in feierlicher Spannung einem Redner lauſchte. Es war die große Feſthalle der deutſchen Ritter von ehedem; mein Ochſenauge ſteckte zwiſchen den Blättern und Schnörkeln der alten Stuccatur. Auf die Gefahr hin, ſchmählich ertappt zu werden, blieb ich an der Brüſtung hängen und war Zeuge der Verhand lungen. 6 Die Halle war gewölbt, die Wölbungen mit ihren Schwibbögen liefen jedoch in einem Centrum zuſammen, das offen ſtand und eine freie Verbindung mit dem oberen Stockwerk geſtattete. Ein halb transparenter Wolkenhimmel hing um den Mittelpunkt des Gewölbes; vielleicht der Sitz der Maſchiniſten, die ihre Blitze auf die Menſchheit unten ſchleudern wollten. Zu beiden Seiten des Saales liefen vom Podium in der Mitte aufſteigend bis zu den Wänden terraſſenförmig wie in altrömiſchen Circustheatern die Reihen der Bänke hin, in Abtheilungen, die vielleicht die einzelnen Logen, ihre abgeordneten Meiſter und Vertreter ſchieden. Alle waren in ihrer Arbeitstracht, mit Schürze, Kelle und Ordensband, den Degen zur Seite, die meiſten mit Dreieck oder Winkelmaß auf der Bruſt; die Würdenträger mit beſonderen Abzeichen. Dicht unter mir war der Präſidentenſitz; Prinz Emil präſidirte mit den Inſignien eines Großmeiſters ſeiner Landesloge, den Hammer in der Hand, gekreuzte Schwerter über dem Todtenſchädel vor ſich auf dem Tiſche, der ſonſt mit Schriften und Briefen bedeckt war. Seeretäre und Beamte ſtanden zur Seite, traten ab und zu, ſeines Winkes gewärtig. Ihm gegenüber in der Verſammlung hatten ſich, wie es ſchien, zwei Gruppen gebildet, die, wie in Gerichtsſälen Ankläger und Angeklagte, durch Schranken von einander getrennt waren. Ein Stufengang führte von jeder Wand⸗ ſeite zum Podium, das leer blieb, hinunter. Bühne und Schauplatz