laſſen, ſelbſt wenn dies die Hände meines eigenen Bruders waren. Mackworth und Butler waren einander in einem gewiſſen Grade feindlich, wie ich glaube; denn Butler ſcheint ihm nichts davon geſagt zu haben, daß ich eine Weile bei ihm war, und ich weiß auch jetzt kaum, wie er es ausfindig gemacht hat. Vor drei Tagen erhielt ich dieſen Brief von Mackworth, und nach einigem Zaudern kam ich. Denn mir ſchien, daß der Kirche nicht mit einem Unrechte gedient werden könnte, und ich wollte mich überzeugen, ob er auch nichts verſchwiege. Hier iſt der Brief. Ich habe nichts weiter hinzuzufügen.“
Und ſo ging ſie, und ich habe ſie ſeitdem nicht wieder⸗ geſehen. Vielleicht iſt ihr jetziger Aufenthalt der beſte, den ſie ſich wählen kann. Ich erhielt Erlaubniß, Mackworth's Billet zu leſen. Daſſelbe lautete:
„Kommen Sie augenblicklich, ich befehle es Ihnen. Ich will die Wahrheit bekannt machen. Charles iſt zurück⸗ gekehrt. Ich kann die Verantwortlichkeit nicht länger ertragen.“
Der arme Mackworth! Er kehrte auf ſein Zimmer zurück, geführt von dem gutmüthigen jungen Prieſter, der ſeine geliebte Orgel zu Segur verlaſſen hatte, um ſich ihm zu widmen. Lord Segur zankte und fluchte und that noch Etwas, das wir nicht erwähnen wollen, wofür er ſich aber Abſolution erbitten mußte. Aber Murtagh Tiernay blieb in Ravenshoe, Sr. Lordſchaft und deſſen gottloſen Flüchen Trotz bietend, und ließ die Orgel dem armen Pater Mack⸗ worth von ſtillen Kirchhöfen und friedlichen Klöſtern er⸗ zählen. Manchmal auch entriß er ihr brauſende Klänge, die dem armen vom Schlage gelähmten Prieſter die


