„Reden Sie.“ „Sie lieben mich.“
„Ich liebe Sie, wie ſonſt noch kein Mann geliebt wurde, und ich ſchwöre Ihnen, daß ich lieber ſtarr und kalt in meinem ungeehrten Sarge liegen will, als den Mann, den ich liebe, zu Grunde richten, indem ich ihn an eine Elende feſſele, wie ich es bin.“
„Ellen, Ellen, ſagen Sie das nicht. Thun Sie keine Gelübde, die Sie ſpäter nicht zu brechen wagen würden. Bedenken Sie, Sie können Alles wiedergewinnen, was Sie verloren haben, und den Mann heirathen, der ſie liebt— o, wie innig!— und den Sie wiederlieben.“
„Ja; das iſt eben der Knoten. Wenn ich Sie nicht liebte, wollte ich Sie morgen heirathen. Ich könnte Alles wiedergewinnen, was ich verloren, ſagen Sie? Kann ich zum Beiſpiele meine Mutter wieder in's Leben zurückrufen, oder mich wieder unter rechtſchaffenen Frauen zeigen, als eine von ihnen? Sie ſchwatzen Unſinn, Mr. Hornbh, Unſinn. Ich gehe.“
„Ellen! Ellen! Warum bleiben Sie in dieſem Hauſe? Bedenken Sie's noch einmal!“
„Mein Entſchluß iſt gefaßt. Ich ſage Ihnen, wie ein verzweifeltes Weib, gleich mir, es Ihnen ſagen darf, ich liebe Sie viel zu ſehr, um Ihre Lebensausſichten zu Grunde zu richten, und ich liebe meine eigene Seele zu ſehr, um noch einen falſchen Schritt zu thun. Ich blieb in dieſem Hauſe, weil es mein Glück war, Sie hin und wieder zu ſehen und Ihre Stimme zu hören. Jetzt werde ich es verlaſſen.“
—Ü


