———
—
——————
201
einem Prieſter zu ſtreiten, einem Manne, den ſein Amt heiligt, wenn er auch nicht ſeines Glaubens iſt! Mein Bruder hat ſicherlich Tact genug, dies einzuſehen?“
„Ihr Bruder hat weder Tact noch Verſtand, Sir“, ſagte Pater Mackworth.„Er hat kein Schicklichkeitsgefühl, kein gentlemaniſches Denken und Empfinden. Vor kaum zehn Minuten hat er ein Buch die Treppe hinunter gewor⸗ fen und Angeſichts meiner beklagt, daß es mir nicht auf den Kopf gefallen iſt, und in dieſem Augenblicke hat er mit dem Buche nach mir gezielt und mich getroffen.“
„Ich danke Gott, Charles“, ſagte der arme gequälte Cuthbert,„daß dies unſerm armen Vater erſpart wird.
Es würde ihn tödten. Bruder, Bruder, warum machſt Du
mir ſolchen Kummer? Ich habe immer Deine Partei ge⸗ nommen, Charles. Tödte mich nicht durch dieſe unauf⸗ hörlichen Zänkereien.“
„Sie werden bald ein Ende haben, Sir“, ſprach Pater Mackworth;„ich verlaſſe morgen dieſes Haus.“
„Cuthbert, jetzt höre mich an. Ich hatte keinen Augen⸗ blick die Abſicht, ihn zu beleidigen.“
„Warum haſt Du Dein Buch nach ihm geworfen, Charles? Das iſt nicht ſchicklich. Du mußt wiſſen, daß Du, wenn Du ihn kränkſt, mich mit kränkſt. Und ich habe ſo ſehr für Dich geſtritten, Charles!“
„Cuthbert! mein Bruder! ich bitte Dich, höre mich an. Und laß ihn mich anhören und Pater Tiernay ebenfalls. Cuthbert, Du weißt, daß ich Dich liebe. Pater Tiernay, Sie ſind ein guter, rechtſchaffener Mann; hören Sie an, was ich zu ſagen habe. Sie, Mackworth, Sie ſind ein
2


