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Die Diakonissin : ein Lebensbild / von Karl Gutzkow
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für die innern Vorgänge des hohen Adels, für die Familienverhältniſſe des Hofes und auf der andern Seite wieder für eine endloſe Reihe der unbedeuten⸗ ſten Privatbeziehungen leben zu können. Da er die Seinen dabei glücklich ſah, ſo lächelte er und dachte nur darüber nach, wie er dieſen Ueberfluß ſoviel wie möglich wenigſtens von ſich ſelbſt abwehren konnte. Eine ſtehende Redensart ſeiner Schweſter, die trotz einer umſtändlichen Toilette, die ſie täglich machte, gealtert war, lautete, daß ſie ſich recht nach einem ſtillen Angenblick ſehne, wo ſie ihm ganz allein gehören wollte. Ach, wir haben uns ſo unendlich viel zu er⸗ zählen! Wir müſſen Alles, Alles einmal gründlich durchſprechen! So lauteten die täglichen Vertröſtungen des lieben Bruders, die Vorſätze, die auch im beſten Willen gefaßt wurden, aber niemals zur Ausführung kamen. Die gute Commerzienräthin konnte einen ganz warmen und liebevollen Blick gen Himmel wer⸗ fen, wenn die Rede auf die alten Zeiten kam, ſie konnte des Bruders Hand ergreifen und ſeufzend ausrufen: Wie iſt das doch Alles ſo wunderbar gekommen! Der gute van der Buſch! Mußte er ſterben um mich glück⸗ lich zu machen! Und unſre gute Mutter! Sie ahnte gleich ſo etwas, als er für uns ſo liebevoll ſ