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Im Jahre 1848 war Louis Napoleon eine Zeit lang der Verehrer der Frau Kalergis, einer reizenden Blondine, der auch Cavaignac den Hof machte.
Napoleon ſoll dem Republikaner Cavaignac auch bei Madame Kalergis, die von ihrem Manne geſchieden lebte, eine Schlappe beigebracht haben.*)
Aber auch abgeſehen davon, daß beide viel liebten und in der Liebe der Abwechslung huldigten, gibt es noch eine ganze Reihe frappanter Berührungspunkte zwiſchen dem antiken und dem modernen Cäſar.
*) Es iſt das dieſelbe Kalergis, auf welche ſich Heine's Ge⸗ dicht„Der weiße Elephant“ bezieht. Dem Elephanten iſt im Traume ein herrliches, rieſiges Weib erſchienen, und ſeitdem verzehrt ihn eine unſagbare Sehnſucht. Das ſchöne Weib aber ſchildert Heine in folgenden draſtiſchen Verſen:
Mit ihr verglichen erſcheint er nur
Ein weißes Mäuschen. Es mahnt die Statur An Bimha, die Rieſin, im Ramayana Und an der Epheſer große Diana.
Wie ſich die Gliedermaſſen wölben
Zum ſchönſten Bau! Es tragen dieſelben Anmuthig und ſtolz zwei hohe Pilaſter Von blendend weißem Alabaſter.
Das iſt Gott Amor's koloſſale
Domkirche, der Liebe Kathedrale;
Als Lampe brennt im Tabernakel
Ein Herz, das ohne Falſch und Makel. Die Dichter jagen vergebens nach Bildern, Um ihre weiße Haut zu ſchildern;
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