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glaube Dir; ſprich, warſt Du ihm etwas in jenen Tagen, wo er in Eretum war?“
Ein Blick voll Spannung, ein Blick, in dem Hoff⸗ nung mit Verzweiflung und Muthloſigkeit um die Oberhand kämpfte, haftete auf Urbilia, von deren Lippen der Gemahlin Cäſar's im nächſten Augenblick Leben oder Tod kommen ſollte.
Leider war es der Tod, den Urbilia der ſchönen, blaſſen, kranken Frau zu credenzen hatte.
„Der Brief ſpricht die Wahrheit, ich kann's nicht leugnen“ ſtöhnte Urbilia geſenkten Haupts.
Cornelia ſchien einen Augenblick lang die nieder⸗ ſchmetternden Worte nicht faſſen zu können. Als ſie aber zum vollen Bewußtſein ihrer Lage kam, ſchlug ſie die Hände über dem Haupte zuſammen, ſah Urbi⸗ lia mit einem ſchmerzvollen Blicke an und rief:
„O daß Du barmherzig geweſen wärſt und gelogen hätteſt!“
Darauf entfaltete ſie nochmals den verhängnißvollen Brief und las deſſen kurzen Inhalt, während ein ſchmerzliches Lächeln um ihre Lippen zuckte:
„Ein Freund Cäſar's ſchickt Cäſar's Gemahlin das Weib, welches Cäſar neben ihr liebt.“
So ſtand es da und regte die peinlichſten Vor⸗ ſtellungen bei Cornelia an, weil ſie inne wurde, welch
Lucian Herbert, Bis zum Rubicon. III. 2


