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an Gold und Koſtbarkeiten mit ſich führten, das ſollte als Beute den an dem Ueberfalle Betheiligten zufallen.
Das verwegene Unternehmen gelang vollſtändig.
Während der Galaterfürſt ſeiner Braut auf der Heerſtraße mit großem Gefolge entgegenzog, wurde die gefangene Urbilia auf Gebirgspfaden durch das Land der Galater nach dem benachbarten Kappadocien und von da nach den an Schlupfwinkeln reichen Gebirgen Ciliciens geſchleppt, wo ſich der Kappadocier eines Tages mit offener Werbung der Königswittwe gegen⸗ überſtellte, die ſein Antrag nicht wenig entſetzte.
Nachdem ſie ſich von ihrem Schrecken erholt hatte, ſtellte ſie dem Kappadocier vor, daß ſie es geweſen, die ihm in Nikomedia, wo er im Käfig dem Hungertode hätte verfallen ſollen, das Leben gerettet.
Einen Augenblick ſchien es, als ginge eine menſch⸗ liche Regung durch des Kappadociers Herz.
Eine gewiſſe Bewegung malte ſich in ſeinen Zügen, als er Urbilia anſah, aber in der nächſten Sekunde ſchon war die ſchwächliche Anwandlung überwunden.
Den Kopf zurückwerfend, ſagte er mit einem grau⸗ ſamen Lächeln:
„Du haſt Dir den Kappadocier für Dich ſelbſt er⸗ halten. Wer des Cäſar Geliebte und des welken Niko⸗
medes Weib geweſen, der kann auch den Kappadocier 10*


