Teil eines Werkes 
2. Bd. (1867)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

7

etwas Beſonderem von dem Piraten ſprechen, der ſich mit der Königstochter vermählte.

Vielleicht ſchützt Dich der vornehme Schwiegervater einſt vor dem Kreuzestod, wenn Du gefangen werden ſollteſt! ſagte Cäſar, den der Uebermuth des Seeräu⸗ bers verdroß und dem die unglückliche Lage, in welcher ſich die bithyniſche Königstochter befand, nahe ging. Es wunderte ihn nur, daß ſich dieſe ſo theilnamlos in ihr trauriges Schickſal zu ergeben ſchien.

Der Kappadocier nahm die Spottrede Cäſar's nicht übel, ſondern ſagte gelaſſen:

Du ſcheinſt reich zu ſein, Cäſar, mir gegenüber haſt Du Dich wenigſtens als Verſchwender gezeigt. Wie wär's, wenn Du, ſobald ich Dich freigegeben, Schiffe gegen mich ausrüſteteſt? Bekommſt Du mich in Deine Gewalt, ſo magſt Du Dir das Vergnügen machen, mich an das Kreuz ſchlagen zu laſſen; ich neide Dir dann auch das Erbe nicht, welches Dir in der Perſon meiner Wittwe zufallen würde!

Der Kappadocier winkte, Cäſar war entlaſſen.

Die Schaar der leichtgewandeten Tänzerinnen brauſte wieder heran.

Ihnen nach jagte der Troß der Männer, unter welchen ſich diesmal auch die Glücklichen befanden, welchen das Loos die Zofen Myrſa's zugeworfen hatte.