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„Ich leugne es nicht, mein Vater“ flüſterte Urbilia ſchüchtern,„daß ich begierig wäre, etwas von dem Glanze zu ſehen, den die Reichen und Großen heute entfalten werden!“
„Du beneideſt dieſe Reichen und Großen?“ fragte der Vater mit ſcharfer Stimme, welche das Mädchen abſchreckte, überhaupt eine Antwort zu geben.
„Keine Antwort iſt auch eine Antwort!“ ſagte Epidius mit ſanfterer Stimme.„Habe Geduld, Urbilia. Noch iſt nicht aller Tage Abend, und Manche, die in ihrer 3 Jugend babyloniſche Gewänder verkauft haben, durften ſich in reiferem Alter mit ſolchen koſtbaren Kleidern ſchmücken.“
Urbilia lächelte wehmüthig und ungläubig vor ſich hin.
Der Alte aber ſagte:
„Reich und groß kann ich Dich vor der Hand nicht machen, Urbilia, aber dazu kann ich Dir verhelfen, daß Du die Reichen und Großen ſiehſt, wie das Dein Herzenswunſch iſt. Ich will den Kram hüten, Du aber magſt mit der Sklavin Domna einen Spaziergang nach der Via Lata unternehmen, wenn Du mir verſprichſt, nicht lange zu bleiben und jedem Gedränge vorſichtig aus dem Wege zu gehen!“
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