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nehmen jungen Müßiggänger erkannt haben, der ſich viel in der Plautiniſchen Straße und vornehmlich in der Gegend unſeres Hauſes umhertreiben ſoll. Er ſoll ein junger Mann von hohem und ſchlankem Wuchſe, bleicher Hautfarbe, durchdringenden ſchwarzen Augen und ſcharfer Adlernaſe, übrigens kaum achtzehn Jahre alt ſein. Kannſt Du Dich keines jungen Menſchen erinnern, auf welchen die Beſchreibung des Cotilius paßte?“
Epidius ſah die Tochter forſchend an, und die Röthe, welche ihre Wange bedeckte, entging ihm nicht.
„Ich glaube, ich werde die Gewänder von Babylon nicht länger Deiner Obhut anvertrauen dürfen“ ſagte er haſtig und ſetzte mit einer Art hämiſcher Schaden⸗ freude hinzu:„Cotilius hat ſehr gut daran gethan, daß er einen Dachziegel unter die übermüthigen Patri⸗ cier warf. Der unerwartete Zwiſchenfall trieb ſie in eilige Flucht, da ſie von der Furcht erfaßt wurden, ein Dach mache Miene einzuſtürzen.“
Während Epidius das radicale Verfahren ſeines Nachbars, nächtliche Excedenten zur Ordnung zu rufen, belobte, hatten ſich rechts und links die Hämmer und Sägen der Werkſtätten in Bewegung geſetzt und wett⸗ eiferten in ihrem Kreiſchen mit dem Geräuſch, das die


