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Lorbeer und Myrte / von Julius Grosse
Entstehung
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fahren, an deſſen waldreichen Ufern zahlreiche Villen und Dörfer, Ortſchaften und ſogenannte Einöden zerſtreut ſind, wo manche Familie einen zauberhaften Sommeraufenthalt findet.

Die andern Kähne ſind mit ihren Wimpeln und Segeln längſt in der Bläue des weiten Sees ver⸗ ſchwunden.

Langſamer aber bewegt ſich das letzte Fahrzeug, obwohl nur zwei Perſonen darin ſitzen.

Aber Sie ſegeln ja immer weiter vom Lande ab, Herr Baron, ſagte die eine.

Mit Abſicht, mein Beſter, war die Antwort. Wir kommen ſchon noch bei Zeiten hin. Uebrigens ſind die Damen jetzt im Bade, und Sie kämen viel zu früh. Auf dem Waſſer draußen plaudert es ſich auch viel beſſer. Wie wär's mit einer Cigarre? Langen Sie zu, reine Flora Cafilda, noch von der Stadt her.

Ich danke beſtens, Herr Baron, aber was machen Sie denn? Bitte, geben Sie mir das Steuer! So kom⸗ men wir im Leben nicht nach Roſenholzen.

Laſſen Sie mich nur, mein Beſter, laſſen Sie mich nur! Sie denken, weil ich alt bin, ginge es nicht mehr. Ich ſage Ihnen, ich nehme es noch mit dem beſten Schiffer auf. Jeden Morgen und jeden Abend eine Kahnfahrt mit oder ohne Segel, nachmittags eine