Teil eines Werkes 
1.-4. Bdchn (1852)
Entstehung
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eines ſeidenen Kleides auf dem Boden die Ankunft der⸗ jenigen, welche er ſo ungeduldig erwartete.

Vorſtürzen, eine friſche, fleiſchige Hand ergreifen, den vom Juden am vorhergehenden Tag erkauften Ring daran ſtecken, ſeine Lippen darauf drücken, um Verzei⸗ hung bitten, das war der Eingang des Abbé.

Man kam auf das Abenteuer am Abend vorher zu ſprechen; es verſteht ſich von ſelbſt, daß die Catalane von Allem, was vorgefallen, durch die Coiffeuſe benach⸗ richtigt worden war. Die falſche Olympia erklärte auch, beinahe eben ſo gut unterrichtet, als wäre ſie die ächte geweſen, ſehr natürlich dem Abbé, er habe ſich auf eine unwürdige Art benommen, und dort, das heißt, bei Herrn Banniöre, ſeien gewiſſe Geſpräche verboten, welche hier, bei Herrn d'Hoirac, als völlig legitim betrachtet werden müſſen.

Es gibt gewiſſe Erklärungen, welche immer begrif⸗ fen werden, oft weniger durch den Grund, als durch die Einzelheiten. Durch die Einzelheiten begriff der Abbé ſeinen Fehler, er geſtand ihn zu, bat auf's Neue um Verzeihung und erhielt ſie.

Er hatte übrigens gute Urſachen anzugeben.

Es bedurfte einer Linderung für die Schmerzen der Abweſenheit, ſagte er. Mit Olympia nur ver⸗ ſtohlen, in der Finſterniß, in einem geheimen Hauſe ſprechen, war das ein vollſtändiges Glück?

Man wand ihm ein, die Finſterniß oder die Helle haben keinen Werth vor ſeiner Kurzſichtigkeit.

Er erwiederte, in Betreff des Kapitels Finſterniß unterwerfe er ſich dem Ausſpruche; doch das Kapitel Abweſenheit habe eine ganz andere Bedeutung.

Die falſche Olympia erhob ein Geſchrei über das Wort Abweſenheit.

Der Abbs d'Hoirac war aber ein ſubtiler Geiſt; er entgegnete, es gebe eine phyſiſche und eine moraliſche Abweſenheit, und die moraliſche Abweſenheit ſei die ſchmerzlichſte von allen,