242
lich quitt, obgleich ich, offen geſagt, dieſen Morgen um neun Uhr von der jüngſten Neuigkeit unter⸗ richtet war, die Sie mitzutheilen mir die Ehre erwieſen.“
„Ich bedaure zu ſpät gekommen zu ſein, lieber Herr Salvator.“
„Es iſt teine verlorene Zeit.“
Herr Jockal ſtand auf.
„Ich verlaſſe Sie jetzt,“ ſagte er,„mit der Ueberzeugung, daß weder Sie noch Ihre Freunde ſich in dieſes Weſpenneſt wagen werden, nicht wahr?“
„Ah! was das betrifft, ſo verſpreche ich Ihnen nichts. Ich bin im Gegentheil entſchloſſen, mich in dieſes Weſpenneſt zu wagen, wo es am unru⸗ higſten iſt.“
„Iſt das wirklich Ihre Abſicht?“
„Man muß alles ſehen, um auf alles gefaßt zu ein.“
„Es bleibt mir ſomit nichts übrig, lieber Herr Salvator, als den aufrichtigſten Wunſch auszu⸗ ſprechen, daß Ihnen keine Unbill widerfahre,“ ſagte Herr Jackal, indem er aufſtand und nach dem Vorzimmer ging, wo er ſeine Polonaiſe und ſein Cachenez wieder anzog.
„Ich danke Ihnen für Ihre Wünſche,“ ſagte Salvator, indem er ihn begleitete;„erlauben Sie mir, Ihnen meinerſeits den eben ſo lebhaften
Wunſch auszuſprechen, daß Ihnen ebenfalls keine
Unbill zuſtoße, falls das Miniſterium das Opfer ſeiner Erfindung würde.“


