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Dieſe mit der mächtigen Stimme, die den paſ⸗ ſiven Gehorſam auferlegt, befohlenen verſchiedenen Manövers, wurden ſo raſch vollzogen, daß man, was auch die Befehle des engliſchen Capitäns waren, die zwei Schiffe nicht an einander binden konnte, und daß die Schöne Thereſe, als begriffe ſie, welcher Gefahr ſie preisgegeben war, ſich von den Wänden des feindlichen Schiffes losmachte, indem ſie ihre Drege abhackte und ihr Tauwerk durchſchnitt, denn ſie hatte keinen andern Gedanken mehr als den, der erſchrecklichen Anſteckung der Flammen zu entkommen.
Der Capitän Herbel konnte es indeſſen nicht ver⸗ hindern, daß ihm die feindliche Brigg, ſich durch eine letzte Anſtrengung um ſich ſelbſt drehend, ihre ganze Backbordſalve als einen letzten Abſchied des Haſſes oder der Rache zuſandte. Doch die Mannſchaft war ſo glücklich, ſich der entſetzlichen Gefahr, der ſie ihren Feind überließ, entkommen zu fühlen, daß man kaum auf den Foll von drei bis vier Todten und auf das Geſchrei von fünf bis ſechs Verwundeten merkte.
„Und nun, Kinder,“ ſagte der Capitän,„das Feuerwerk, das ich Euch verſprochen habe. Gebt Acht!“
Ein dichter Rauch fing an durch die Luken der engliſchen Brigg hervorzudringen, während ein Dampf anderer Art an den Stückpforten erſchien und die Mündung der Kanonen verſchleierte.
Man hörte die Stimme des engliſchen Capitäns, verſtärkt durch das Sprachrohr, rufen:
„Die Boote in See!“
Auf der Stelle wurde das Manöver vollzogen
und vier Boote ſchwammen um die Brigg.
„Das Boot vom Hintertheil und das Boot von


