210
„He! Pariſer! Du, der Du Schiffe von allen Hunden von Ketzern kennſt, als hätteſt Du ſie über die Taufe gehalten, kannſt Du mir den Namen von dieſem ſagen?“
Der Pariſer hielt das Fernglas an ſein Auge, betrachtete die Brigg mit einer Aufmerkſamkeit, welche bewies, wie groß fein Verlangen war, dem Vertrauen ſeines Capitäns zu entſprechen; dann ſchob er, als ob er nichts mehr zu ſehen hätte, die drei Rohre des Fernglaſes in einander und ſagte:
„Capitän, es iſt die Calypſo!“
„Bravo!“ rief Pierre Herbel.„Meine Kinder, wir werden ſie über die Abreiſe von Ulyſſes tröſten.“
Die Mannſchaft, welche dieſe Worte buchſtäblich nahm, wußte nicht recht, was dieſelben beſagen wollten, doch ſie begriff, es ſei einer von den unbän⸗ digen Scherzen, wie ſie Pierre Herbel in dem Augen⸗ blicke, wo man handgemein werden ſollte, zu machen pflegte.
Sie empfing daher die Worte des Capitäns mit einem Hurrah von der Stärke desjenigen, welches, auf dem römiſchen Forum ausgeſtoßen, einen vor⸗ überfliegenden Raben aus Angſt herabfallen machte.
Ein Anderer als dieſer unerſchrockene Seemann würde lange gezögert haben, ehe er einen um ein Drittel Stärkeren als er angegriffen hätte; die Ueber⸗ legenheit des feindlichen Schiffes gab aber im Gegen⸗ theile dem Copitän Herbel die Befriedigung, welche jeder Mann von Muth fühlt, der mit einem ſeiner würdigen Gegner zuſammentrifft.
Sobald das Hurrah erloſchen war, ſchaute auch der Capitän mit Zufriedenheit alle dieſe ehernen
7
n in ur in
fr


