Teil eines Werkes 
3. Bd. (1856)
Entstehung
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ſondern man hatte auch wie Dunftflocken alle ſeine Beiſegel emporſteigen ſehen; ſo daß an ſeinem Bord kein Fetzen Tuch mehr war, den man nicht benützt hätte.

Gut nun! ſagte der Capitän Herbel,beküm⸗ mern wir uns nicht mehr um jene: ich mache mich anheiſchig, ihn von hier nach St. Malo zu führen, ohne daß es uns einen Zoll Terrain abgewinnen ſoll. Beliebt es uns, ihn zu erwarten, ſo wird er uns einholen.

Aber, ſagten drei bis vier Matroſen, die es mehr drängte, als die andern,warum ſollten wir die Brigg nicht ſogleich erwarten, Capitän?

Ei! das iſt Eure Sache, Kinder; bittet Ihr mich inſtändig, ſo werde ich es ſicherlich nicht abſchlagen.

Tod dem Engländer und es lebe Frankreich! rief einſtimmig die Mannſchaft.

Nun wohl, meine Kinder, ſprach der Capitän Herbel,das wird für unſern Nachtiſch ſein. Speiſen wir zuerſt zu Mittag, und, in Betracht der Feierlich⸗ keit der Umſtände, ſoll jeder Mann ſeine doppelte Ration Wein und ſein Gläschen Rhum haben... Du hörſt, Meiſter Koch?

Eine Viertelſtunde nachher ſaß Jedermann bei Tiſche, und mit ſo gutem Appetit, als ob dieſes Mahl, wie das von Leonidas, nicht das letzte ſein ſollte.

Das Mahl war reizend; es erinnerte den Pariſer an die heiterſten Stunden ſeiner Kindheit; im Namen der Geſellſchaft und mit Erlaubniß des Capitäns, bat er ſeinen Kameraden, Pierre Berthaut, genannt Monte⸗Haubon, eines von den charakteriſtiſchen