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verſchönert durch die Pariſer Aufſchneiderei, Pierre Herbel einen Ruf des Muthes und der Klugheit ver⸗ ſchafften, der ihn raſch ihn die erſte Linie unter ſeinen Gefährten ſetzte, die ihm um ſo mehr Dank wußten, daß er ihr Gefährte war, als es Jedermann bekannt, daß er einer der erſten Familien, nicht nur von Bre⸗ tagne, ſondern auch von Frankreich angehörte.
Während der paar Jahre des Friedens, welche auf die Anerkennung durch England der amerikani⸗ ſchen Unabhängigkeit folgten, machte Pierre Herbel, um ſeine Zeit nicht zu verlieren, als Second und als Capitän auf Handelsſchiffen, eine Reiſe in den Golf von Mexico und zwei Reiſen nach Indien, eine nach Ceylon, die andere nach Calcutta.
Dem zu Folge als der Krieg mit mehr Wuth als je 1794 und 1795 wieder ausbrach, ſuchte Herbel beim Convente um ein Capitänspatent an, das ihm, kraft ſeiner früheren Dienſte, ohne irgend eine Schwierigkeit bewilligt wurde.
Mehr noch: da Pierre Herbel wegen ſeiner Un⸗ eigennützigkeit und des ganz nationalen Haſſes, den er gegen die Engländer hegte, bekannt war, ſo er⸗ mächtigte man ihn, ſeine Corvette oder ſeine Brigg, wie er wollte, zu bemannen. Es wurde ihm zu die⸗ ſem Ende ein Eredit von fünfmalhunderttauſend Franken eröffnet, und man gab im Arſenal von Breſt Befehl, den Capitän Herbel alle Waffen nehmen zu laſſen, die er zur Ausrüſtung ſeines Schiffes für nothwendig erachten würde.
Es war damals auf den Werften von St. Malo eine hübſche Brigg von fünf⸗ bis ſechshundert Tonnen,


