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Während er ſchwamm, erkannte er ihn und rief ihn bei ſeinem Namen.
Der Seemann hob den Kopf empor, hielt die Hand über ſeine Augen, verließ das Steuerruder, um nach dem Vordertheile zu laufen, und rief:
„Gott verdamme mich, wenn es nicht Pierre Herbel iſt, der zu uns kommt!“
„Pfui doch! Vater Berthaut!“ erwiederte Herbel, „es iſt ein engliſcher Fluch, den Ihr mir da zu⸗ geſchleudert habt, und ſo empfängt man einen Ka⸗ meraden, und beſonders einen Zögling nicht. Guten Morgen, Vater Berthaut! wie befindet ſich Eure Frau? was machen Eure Kinder?“
Und indem er ſich an die Barke anklammerte, ſagte er:
Ja, bei Unſerer lieben Frau von Saint⸗Brieuc, ich bin Pierre Herbel, und ich komme von fern, dafür ſtehe ich Euch!“
Und ganz triefend warf er ſich in die Arme des Hochbootsmannes.
Die Schlupe war ſo nahe bei der Barke, doß die vier Gefährten von Herbel dieſe kindliche Um⸗ armung ſehen konnten.
„Es lebe Frankreich!“ riefen ſie einſtimmig.
Der Ruf gelangte zum Boote.
„Es lebe Frankreich!“ antworteten die Matroſen, welche Pierre Herbel aufgenommen hatten.
„Ah!“ ſagte der Vater Berthaut,„das ſind alſo auch Freunde?“
„Ich glaube wohl, und Ihr werdet ſelbſt ur⸗ theilen.“
Herbel winkte der Schlupe, herbeizukommen.


