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„Ah!“ ſagte der Pariſer,„ſie erkennen alſo offen⸗ bar die Freunde nicht?“
„Was iſt zu thun?“ fragten die Anderen.
„Vorrücken,“ antwortete Herbel;„es iſt wahr⸗ ſcheinlich keine franzöſiſche Flagge an Bord der Schlupe, und es wird uns daſſelbe in jedem Hafen begegnen, wo wir erſcheinen.“
„Gut!“ ſagte der Pariſer,„man wird wohl ein Tiſchtuch, eine Serviette, ein Hemd finden.“
„Ja,“ erwiederte Herbel,„doch mittlerweile ſind wir ſignaliſirt, nicht wahr? wir ſind als Engländer ſignaliſirt... und ſeht, dort macht ſich eine Cor⸗ vette gegen uns ſegelfertig. In zehn Minuten wird ſie Jagd auf uns machen. Nehmen wir die Jagd an, ſo werden wir eingeholt, und in einer Stunde ſind wir in den Grund gebohrt; denn welches Mittel haben wir, wenn ſie auf uns jagen, ihnen begreif⸗ lich zu machen, wir ſeien Franzoſen. Vorwärts alſo, meine Kinder und es lebe Frankreich!“
Es erſcholl der einſtimmige Ruf:„es lebe Frank⸗ reich!“ und man fuhr fort, gerade auf Beaumont zu ſteuern.
Einen Augenblick hörte das Feuer auf. Man hätte glauben ſollen, die Kanoniere machen ſich die Reflexion, dieſe Schlupe hätte keine große Chance, ihre Landung an der franzöſiſchen Küſte zu bewerk⸗ ſtelligen.
Nach einer Minute aber zerbrach eine neue Lage, diesmal beſſer gerichtet, eine Raa und ſtieß die Schiffsverkleidung der Schönen Sophie ab.
„Auf,“ rief Herbel,„es iſt nicht mehr zu zögern; hängt einen weißen Fetzen an die Spitze eines Boots⸗


