Teil eines Werkes 
3. Bd. (1856)
Entstehung
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das Herz der Gefangenen überſtrömten, als ſie, nachdem ſie die Erde Frankreichs wie einen Nebel erſchaut, dieſelbe auf eine ſolidere Weiſe mit ihren Hügeln, ihren Häfen, ihren Kriken, ihren Terrain⸗ ausläufern hervortreten ſahen.

Und als ſie gar weiße Häuſer mit ihren Rauch⸗ wirbeln erblickten, waren ſie dergeſtalt in dieſe Be⸗ ſchauung vertieft, daß ſie die engliſche Flagge einzu⸗ ziehen vergaßen.

Eine Kanonenkugel, die das Waſſer hundert Klafter vor der Schlupe aufſpritzen machte, entzog ſie ihrer Extaſe.

Nun! ſagten die Franzoſen erſtaunt,was machen ſie denn? ſie ſchießen auf uns!

Eil nein, alle Teufel! nicht auf uns ſchießen ſie, entgegnete Herbel,ſondern auf dieſen blauen Fetzen!

Und er zog raſch die Flagge ein; doch es war zu ſpät, die Schöne Sophie war ſignalifirt. Ueber⸗ dies hätte ſie, in Ermangelung der Flagge, ihr gan⸗ zer britiſcher Gang verrathen.

Es iſt bei der Marine wie bei der Bevölkerung: laßt die reizendſte Engländerin, und wäre ſie in Frankreich erzogen worden, mitten unter eine Gruppe Franzöſinnen treten und Ihr werdet die Engländerin erkennen.

Man hatte alſo die Schlupe doppelt erkannt: an ihrer Tournure. Herbel mochte auch die Flagge immerhin einziehen, eine zweite Kugel folgte auf die erſte und ſchlug ſo nahe bei der Schönen Sophie ein, daß ſie das Waſſer bis auf das Verdeck ſpritzen machte.