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er den Strick und glitt ins Meer hinab, wo er ver⸗ ſchwand, um erſt jenſeits des Lichtkreiſes wieder zu erſcheinen, den die Laterne zog, welche auf der äußeren Gallerie brannte, wo die Schildwache auf und abging.
Ein Kind des Oceans, unter den Wellen auf⸗ gezogen, wie ein Sturmvogel, war Pierre Herbel ein vortrefflicher Schwimmer; er durchſchwamm auch ohne Anſtrengung an fünfzehn bis zwanzig Klafter, auf die ſich der Lichtkreis ausdehnte; dann erſchien er in der Finſterniß wieder. Nun, ſtatt ſeinen Weg zu verfolgen, hielt er an und erwartete ſeine Ge⸗ fährten.
Nach einem Augenblicke öffnete ſich die Welle ein paar Schritte vor ihm, und der Kopf eines zwei⸗ ten Gefangenen erſchien auf der Oberfläche des Meeres; dann der eines dritten, dann der eines vierten.
Plötzlich beleuchtete ein Licht die Wogen, ein Schuß knallte, die Schildwache hatte gefeuert.
Man hörte keinen Schrei, aber es erſchien Nie⸗ mand mehr; nur wurde faſt unmittelbar darauf das Geräuſch eines ins Meer fallenden Körpers hörbar, und nach drei Secunden ließ die See, ſich öffnend, das feine ſpöttiſche Geſicht des Pariſers ſehen.
„Vorwärts!“ ſagte er,„es iſt keine Zeit zu ver⸗ lieren; Numero 5 hält aus.“
„Folgt mir,“ ſprach Pierre Herbel,„und ſuchen wir uns nicht zu trennen.“
Bei dieſen Worten wandten ſich die fünf Flücht⸗ linge, unter Anführung von Pierre Herbel, ſo viel das möglich war, nach der offenen See.


