Teil eines Werkes 
3. Bd. (1856)
Entstehung
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Perſon; ſelbſt Künſtlerin, ſo weit dies einer vorneh⸗ men Frau zu ſein erlaubt iſt. Der junge Mann legte ihr, nach dem Ausdrucke der Schmachtenden, ſeine Liebe zu Füßen. Sie geruhte dieſe Liebe aufzuheben, und von dieſem Augenblicke war Alles beendigt.“

Petrus hob raſch den Kopf empor.

„Ja,“ ſagte der General,„Alles war beendigt. Unſer Muſiker vernachläſſigte ſeine Lectionen.— Wie noch Lectionen zu ſechs Franken die Marke geben, wenn man von einer Gräfin, einer Marguiſe, einer Prinzeſſin, was weiß ich? ausgezeichnet worden?— Er vernachläſſigte die Etuden, die Themen, die Varia⸗ tionen für das Klavier; er wollte keine Concerte mehr geben. Er hatte von einem Gedichte, von einer Auf⸗ führung in der Oper geſprochen; er erwartete das Gedicht, das Gedicht kam nicht. Die Herausgeber machten Queue vor ſeiner Thüre, er übernahm Ver⸗ bindlichkeiten gegen Sie unter der Bedingung von Vorſchüſſen, die man ihm machen würde. Man kannte ihn als ehrlichen Mann, ganz ſeinem Worte treu, man that Alles, was er wünſchte: er ſteckte ſich in Schulden. Mußte man ſich nicht auf den Fuß ſetzen, auf dem der Geliebte einer vornehmen Dame leben ſoll? Pferde, ein Coupé, Livreebediente, Teppiche auf den Treppen haben? Sie vermuthete natürlich nichts; ſie hatte zweimalhunderttauſend Livres Ein⸗ kommen; was für den armen Muſiker ein zu Grunde richtender Aufwand war, war für ſie die Mittel⸗ mäßigkeit. Ein Coupé, ein paar Pferde! ſie bemerkte nicht einmal, daß der junge Mann ein Coupé und ein paar Pferde hatte. Wer hat nicht zwei Pferde und ein Coupé?... Er indeſſen erſchöpfte alle

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