Teil eines Werkes 
3. Bd. (1856)
Entstehung
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Fortſchritte auf dem Klavier gemacht; ſo daß er, als ihn ſein Vater fragte, was er werden wollte, dreiſt und ohne Zögern antwortete:Muſiker!

Der Vater wußte nicht genau, was ein Muſiker war; der durch dieſe Worte repräſentirte Künſtler ſchien ihm immer ein Menſch zu ſein, der in freier Luft Concerte auf einer Leier, oder auf einer Harfe, oder auf einer Geige gebe. Doch daran lag ihm wenig: ſein Sohn wollte Mufiker ſein; er hatte wohl das Recht, ſeinen Stand zu wählen.

Man fragte den jungen Mann, bei wem er ſeine muſikaliſchen Studien fortzuſetzen wünſche; er bezeichnete den erſten Pianiſten der Zeit.

Nur mit großen Schwierigkeiten willigte der Meiſter ein, drei Lectionen wöchentlich gegen zehn Franken zu geben; das waren zwölf Lectionen, das heißt hundertundzwanzig Franken monatlich.

Von vierzehnhundertvierzig Franken jährlich zu zweitauſend fünfhundert Franken war der Unterſchied nicht ſo groß, daß man etwas an der Penſion des unglücklichen Knaben vermindern konnte, und was konnte er ſogar mit elfhundert ſechzig Franken machen!

Zum Glücke erhielt um dieſelbe Zeit der Vater eine Zulage von ſechshundert Franken. Er war hier⸗ über ungemein erfreut; das gab ſeinem Sohne ſieb⸗ zehnhundert fünfzig Franken Penſion. Er, da er bis dahin mit fünfhundert Franken gelebt hatte, bei Gott! er würde wohl auch noch ferner davon leben.

Aber man brauchte ein Klavier. Man konnte nur auf einem Klavier von Erard lernen. Der Flavierlehrer ſprach ein paar Worte mit dem berühm⸗ ten Fabricanten; ein Klavier von viertauſend Franken

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