Teil eines Werkes 
3. Bd. (1856)
Entstehung
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XXXIV.

Wo bewieſen iſt, daß mehr Aehnlichkeit, als man glaubt, zwiſchen den Muſikalienhändlern und den Bilderhändlern ſtattfindet.

Der Graf Herbel ſchlürfte wollüſtig ſeine Priſe, ließ von ſeinem Jabot die letzte Spur des Nieſe⸗ pulvers verſchwinden und fuhr dann fort:

Man brachte alſo den Knaben in eines der erſten Colléges von Paris, wo man ihm, außer der Collegialerziehung, einen Lehrer in der deutſchen Sprache, einen Lehrer in der engliſchen Sprache, einen Muſiklehrer gab, ſo daß ſich der jährliche Auf⸗ wand, ſtatt zweitauſend Franken zu belangen, auf zweitauſend fünfhundert belief. Der Vater lebte von fünfhundert Franken; was bekümmerte er ſich um die phyſiſche Nahrung, empfing nur ſein Sohn im Ueberfluſſe die moraliſche Nahrung.

Der junge Menſch machte, wie es eben ging, ſeine Claſſen durch; es war ſogar ein guter Schüler, und der Vater erguickte ſich, als Entſchädigung für alle ſeine Opfer, an den Lobeserhebungen, die ihm über den beharrlichen Fleiß, die gute Aufführung und die Fortſchritte ſeines Sohnes zukamen.

Mit achtzehn Jahren trat er aus dem Collége aus; er konnte ein wenig Griechiſch, ein wenig La⸗ teiniſch, ein wenig Deutſch, ein wenig Engliſch Bemerke wohl, daß er nur ein wenig für die fünf⸗ zehntauſend Franken konnte, die ſeine Erziehung ſei⸗ nem Vater koſtete, und daß ein wenig nicht genug iſt... Dagegen, man muß es ſagen, hatte er große