Teil eines Werkes 
3. Bd. (1856)
Entstehung
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Mein Reffe iſt ein armer Teufel von einem Maler, der mit ſeinem Pinſel vier bis fünftauſend Franken verdient, der keine Schulden machen will, der ſeinem armen Vater nicht zur Laſt ſein will; mein Neffe iſt ein ehrlicher Junge, doch er iſt ein Dummkopf. Ich muß folglich meinem Neffen einen guten Rath geben. Ich gebe ihm nun den Rath, den Herrn von Lauzun ſeinem Neffen gibt, und ſage zu ihm:Junge, Du biſt ſchön, Du biſt elegant; hier iſt eine Prinzeſſin: ſie heißt nicht Herzogin von Berry, ſie iſt nicht die Tochter des Regenten, doch ſie ſchwimmt in den Millionen...

Mein Oheim!

Ich komme wieder, ich finde den Hof in einen Garten verwandelt; mitten im Hofe ein Beet von ſeltenen Pflanzen... oh! eine Voliére mit Vögeln, aus Indien, China, Californien... oh! oh! Ställe mit Pferden von ſechstauſend Franken und Geſchirre mit dem Wappen der Courtenay.. oh! oh! oh! und ich gehe ganz freudig hinauf und ſage zu mir ſelbſt:Nun wohl, mein Neffe iſt ein Menſch von Geiſt, was manchmal mehr werth iſt, als ein Menſch von Talent zu ſein. Ich ſehe Teppiche im letzten Stocke, ein Atelier wie das von Gros oder Horace Vernet, und ich ſage zu mir:Ah! ah! Alles geht gut! Ich bin in Verzweiflung, Ihnen bemerken zu müſſen, daß Sie ſich völlig täuſchen.

Dann geht Alles ſchlecht.

Ei! nein, mein Oheim; nur bitte ich Sie, mir zu glauben, daß ich zu ſtolz bin, um dieſen Lurus,

zu dem Sie mir Glück zu wünſchen die Güte haben,

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