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„Ho! ho! wie Sie mir das ſagen, mein Oheim,“ rief der junge Mann erſtaunt.
„Was willſt Du? ich ſage es Dir, wie ich es fühle,“ erwiederte der General, indem er das Ge⸗ lände anfaßte und die Treppe weiter hinaufſtieg.
Dann trat er, ohne ein Wort beizufügen, ein, wählte mit dem Auge das beſte Fauteuil, und ſank mit einem Uf von ſchlimmer Vorbedeutung darein. ah!“ murmelte Petrus,„ich täuſchte mich
chk.
Und er näherte ſich dem General und ſagte zu ihm:
„Mein lieber Oheim, erlauben Sie mir, Ihnen
zu bemerken, daß Sie dieſen Morgen nicht ſehr guter
Laune zu ſein ſcheinen.“ „Nein, gewiß nicht,“ erwiederte der General, „ich bin nicht guter Laune, und das iſt mein Recht.“ „Ich bin weit davon entfernt, Ihnen dieſes Recht ſtreitig zu machen, mein lieber Oheim, und ich kenne
hinreichend Ihren Gleichmuth, um mir zu ſagen, wenn Sie ſchlimmer Laune ſeien, ſo ſei dies nicht
ohne Grund.“
„Und Sie ſprechen die Wahrheit, mein Herr Neffe.“
„Sollten Sie ſchon in der Morgendämmerung einen unangenehmen Beſuch erhalten haben?“
„Nein, doch ich habe einen Brief erhalten, der mir Kummer gemacht hat, Petrus.“
„Ich war deſſen ſicher, ich wette, es iſt ein Brief von der Marquiſe de la Tournelle.“
„Dieſer leichtſinnige Ton iſt unziemlich, Petrus;
erlaube mir, Dich daran zu erinnern, daß Du in
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