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tragen hatte; als er eintrat, mußte er auch von einem Erſtaunen zum andern übergehen.
Bei ſeinem letzten Beſuche war das Haus noch das⸗ ſelbe, wie er es das erſte Mal geſehen hatte, das heißt ein reinliches Häuschen mit einem gepflaſterten Hofe, geſchmückt mit einer kleinen Miſtinſel, zur Beluſti⸗ gung von ſechs bis ſieben Hennen und einem Hahn, der von dieſem Vorgebirge herab den General mit ſeinem ſchrillſten Geſange begrüßt hatte,— und einer Hütte für Kaninchen, welche von Supplementen des Salats und des Kohls aller Miethsleute des Hauſes gefüttert wurden, die ſich glücklich fühlten, dieſen Ueberfluß Thieren zu überlaſſen, welche an Feſttagen die Leckerbiſſen der Tafel der Portière bildeten.
In dieſem auf allen Seiten von Bäumen um⸗ gebenen Quartiere von Paris glich das Häuschen mehr einer von den Hütten, welche unſere Bauern bewohnen, als einem Stadthauſe; doch einfach und reinlich, abgelegen und beinahe verödet, war es in den Augen des Generals das ſicherſte Obdach, der friedlichſte Winkel, den ſich ein Arbeiter wünſchen konnte.
Das Erſte, was dem General auffiel und ihn, indem es ihm auffiel, in Erſtaunen ſetzte, war— ſobald die friſch angemalte Thüre unter dem Schlage des Klopfers ſich geöffnet hatte, einen Bedienten in derſelben Livree wie die ſeinige, das heißt in den Farben von Courtenay, erſcheinen zu ſehen, und ihn fragen zu hören:
„Was wünſcht der Herr?“
„Wie, was ich wünſche, Schuft?“ ſagte der Graf, indem er den Lackai vom Kopfe bis zu den


