Teil eines Werkes 
3. Bd. (1856)
Entstehung
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bin ihm äußerſt dankbar dafür; doch es iſt halb zwölf Uhr, und Jean Robert liest ſein Stück um Mittag in der Porte⸗Saint⸗Martin.

Gut, was Jean Robert betrifft, ſagte Petrus, doch Du, Du haſt durchaus nicht nöthig, zu dieſer Stunde zu gehen.

Ich bitte Dich Millionenmal um Verzeihung, lieber Freund; Dein Atelier iſt reizend, geräumig, hinreichend luftig für Leute, welche ſeit ſechs Mona⸗ ten oder einem Jahre verliebt ſind, doch für einen ſeit drei Monaten verliebten Menſchen iſt es unbe⸗ wohnbar. Alſo, Gott befohlen, theurer Freund! ich gehe in den Wäldern ſpazieren, während der Wolf nicht darin iſt.

So komm, Cupido, ſagte Jean Robert, indem er Ludovic beim Arme nahm.

Gott befohlen, meine Theuerſten! ſprach Petrus mit einer leichten Nuance von Traurigkeit.

Was haſt Du denn? fragte Jean Robert, der minder befangen als Ludovic dieſe Traurigkeit wahr⸗ nahm.

Ich? Nichts.

Nichts Beſtimmtes wenigſtens.

Sag' uns das.

Was ſoll ich Dir ſagen? Bei der Meldung des Beſuches von meinem Oheim zog, wie mir ſchien, etwas Drohendes durch die Luft. Er beſucht mich ſo ſelten, dieſer liebe Oheim, daß mich immer eine gewiſſe Bangigkeit ergreift, wenn man ihn meldet.

Teufel! rief Ludovic,wenn es ſich ſo ver⸗