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des Wahren, des Großen; das Schöne, das Wahre, das Große aber iſt die Liebe!“
„Das gefällt mir!“ rief Jean Robert,„wenn man anbeißt, ſo muß man ſo anbeißen.“
„Und darf man wiſſen,“ fragte Petrus,„welches der Sonnenſtrahl iſt, der Dich aus Deiner Puppe hervorkommen gemacht hat, ſchöner Schmetterling?“
„Ei! gewiß, Ihr werdet es erfahren, meine Freunde; doch der Name, doch das Bild, doch die Perſon ſelbſt ſind noch in die geheimnißvollſten Or⸗ gane meines Herzens eingeſchloſſen; das Geheimniß genügt mir noch. Ei! mein Gott! ſeid ruhig, es kommt ein Augenblick, wo mein Geheimniß von ſelbſt an Euer Herz klopfen und Euch um Gaſtfreundſchaft bitten wird.“
Die zwei Freunde lächelten und reichten Ludovic die Hand.
Dann neigte ſich Jean Robert, hob die fünf Acte auf und rollte ſie zuſammen.
In dieſem Momente trat der Diener von Petrus ein, und meldete, der General Herbel ſei unten.
„Er komme geſchwinde herauf, der liebe Oheim!“ rief Petrus nach der Thüre ſtürzend.
„Der Herr Graf iſt in den Stall gegangen, und hat mir geſagt, ich ſoll den Herrn nicht ſtören,“ er⸗ wiederte der Diener.
„Petrus,“ ſagten die jungen Leute, indem ſie
ihren Hut nahmen und wegzugehen ſich anſchickten.
„Nein, nein,“ rief Petrus,„mein Oheim liebt im Allgemeinen die Jugend, und er liebt Euch Beide insbeſondere.“
„Das iſt möglich,“ erwiederte Ludovic,„und ich


