Teil eines Werkes 
3. Bd. (1856)
Entstehung
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den geworfen hatte. Der fünfte hatte ſich ſeit un⸗ gefähr zehn Minuten ſeinen Gefährten beigeſellt.

Dieſe fünf Acte hatten den Titel Guelfen und Gibellinen.

Che er, um ſie ihm vorzuleſen, zum Director des Theaters der Porte⸗Saint⸗Martin, für welchen er die Erlaubniß, ein Stück in Verſen zu ſpielen, zu erlangen hoffte, gegangen war, hatte Jean Robert ſein Drama ſeinen zwei Freunden vorgeleſen

Das Stück hatte einen ungeheuren Vorleſungs⸗ ſucceß bei Ludovic und Petrus gehabt. Beide Künſt⸗ ler, hatten ſie ein tiefes Intereſſe an der noch jun⸗ gen Geſtalt von Dante genommen, die den Degen handhabte, ehe ſie die Feder führte, und ſich wunder⸗ bar unter den großen Kämpfen der Kunſt, der Liebe und des Kriegs entrollte; Beide verliebt, hatten ſie dieſes Werk eines andern Verliebten mit den Ohren des Herzens angehört, Ludovic an ſeine Liebe in der Knospe denkend, Petrus ſeine Liebe in der Blüthe einathmend.

Die ſanfte Stimme von Beatrir hatte in ihren Ohren geklungen, und nachdem ſie ſich brüderlich umarmt, ſetzten ſich alle Drei nieder und ſannen in der Stille nach: Jean Robert träumte von Beatrir von Marande; Petrus von Beatrix de la Mothe⸗ Houdan und Ludovic von Beatrir Roſe⸗de⸗Noel.

Beatrix iſt keine Frau, es iſt ein Stern.

Das Eigenthümliche der großen, ſtarken Werke iſt, daß ſie die großen und ſtarken Seelen träumen machen; nur machen ſie die Einen, je nach ihren Dis⸗ poſitionen, von der Vergangenheit, die Anderen von