130
XXXII. Die Verwandlungen der Liebe.
Verlaſſen wir für den Augenblick den ganzen Theil unſerer Erzählung, der ſich auf Juſtin, den General le Baſtard, Dominique, Herrn Sarranti, Herrn Jackal und Herrn Gérard bezieht, drehen wir uns um und treten in das Atelier des Mohicaners der Kunſt ein, den wir unter dem Namen Petrus kennen.
Es war am erſten oder zweiten Tage nach dem Beſuche von Herrn Jackal bei Herrn Gérard; denn man begreift wohl, daß es uns unmöglich iſt, auf einen Tag poſitip unſere Leſer zu unterrichten; wir folgen nur der chronologiſchen Ordnung der Ereig⸗ niſſe. Es war halb elf Uhr Morgens. Petrus, Ludovic und Jean Robert ſaßen: Petrus in einer Bergère, Ludovic auf einem Fauteuil Rubens, Jean Robert in einem ungeheuren Voltaire. Jeder hatte im Bereiche ſeiner Hand eine mehr oder minder leere Taſſe Thee, und in der Mitte des Ateliers deutete ein noch ſervirter Tiſch an, der Thee ſei als Ver⸗ dauungsmittel in Folge eines ſubſtantiellen Früh⸗ ſtücks angewandt worden.
Ein in ungleichen Zeilen,— folglich in Verſen, — geſchriebenes Manuſeript, deſſen fünf Acte ge⸗ trennt, rechts von Jean Robert, auf der Erde lagen,
bewies, daß der Dichter eine Leſung gemacht und die fünf Acte, einen nach dem andern, auf den Bo⸗
3


