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mich ſo frühzeitig beſuchen; zu dieſer Stunde ſind Sie beinahe ſicher, daß Sie bei mir Niemand von Ihrer Bekanntſchaft finden. Niemand wird alſo das Recht haben— und das iſt eben ſo ſehr Ihr In⸗ tereſſe, als das unſere— Sie mit dem Namen Spion zu begrüßen, der Ihnen das Kupfergrün ins Geſicht ſteigen gemacht hat. Bin ich von jetzt an in ſechs Monaten mit Ihnen zufrieden, ſo werde ich, wohl⸗ verſtanden, ſobald wir uns des Herrn Sarranti ent⸗ ledigt haben, für Sie Seine Majeſtät um das Recht bitten, das Ende vom rothen Bande tragen zu dür⸗ fen, da Sie ein ſo wüthendes Verlangen danach haben, Sie großes Kind!“
Nachdem er dieſe Worte geſprochen, wandte ſich Herr Jackal nach der Thüre, wohin ihm Herr Gérard folgte.
„Bemühen Sie ſich nicht,“ ſagte Herr Jackal; „ich ſehe an dem Schweiße, der von Ihrer Stirn fließt, daß ſie heiß haben, und Sie dürfen ſich nicht in einen Luftzug wagen. Ich wäre troſtlos, würden Sie am Tage vor Ihrem Eintritte in Funktion von einem Fluſſe auf der Bruſt oder von einem Seiten⸗ ſtechen ergriffen. Bleiben Sie alſo in Ihrem Fau⸗ teuil und ruhen Sie von Ihren Gemüthsbewegun⸗ gen aus; nur ſeien Sie in Paris,— übermorgen
iſt gerade Mittwoch,— ſeien Sie übermorgen in
Paris; ich werde Befehle geben, daß man Sie nicht warten läßt.“
„Aber...“ beharrte Herr Gérard.
„Wie, aber?“ rief Herr Jackal.„Ich glaubte, Alles ſei verabredet?“


