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Man hätte glauben ſollen, er betrüge ſich, wie er Herrn Gérard betrog.
„Mein Herr,“ ſagte haſtig Herr Gérard,„wenn ich mich aber entfernen würde... was denken Sie hievon?“
„Darum wollten Sie mich vorhin unterbrechen? Ich hatte es errathen.“
„Nun?“
„Nun, Sie würden eine Dummheit begehen.“
„Wenn ich ins Ausland ginge?“
„Sie, Frankreich verlaſſen, undankbarer Sohn! Sie, die Heerde der Armen verlaſſen, die Sie in dieſem Dorfe nährten, ſchlechter Hirte! bedenken Sie das auch ernſtlich? Mein lieber Herr Gérard, die Unglücklichen dieſes Fleckens bedürfen Ihrer; ich ſelbſt kann Ihrer bedürfen: ich gedenke an einem dieſer Tage, oder vielmehr in einer dieſer Nächte, eine Promenade im berühmten Schloſſe Viry zu machen; ich ſuche in dieſem Falle Reiſegefährten, liebenswür⸗ dige Leute wie Sie, heiter wie Sie, tugendhaft wie Sie. Nun wohl, ich beabſichtige, Sie binnen Kurzem zu dieſer kleinen Promenade einzuladen; ich mache mir ein Feſt daraus, denn dieſe Partie wird, für mich wenigſtens, eine wahre Vergnügungspartie ſein. Nehmen Sie an, lieber Herr.“
„Ich ſtehe zu Befehle,“ antwortete Herr Gérard mit leiſer Stimme.
„Sie ſind tauſendmal gut,“ ſagte Herr Jackal.
Und er zog ſeine Tabaksdoſe aus ſeiner Taſche, ſchöpfte eine mächtige Priſe daraus, und ſchlürfte ſie mit Wolluſt.
Herr Göérard glaubte, es ſei Alles beendigt, und


