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Vorwand finden, um ſeine Weigerung damit zu unter⸗ ſtützen, doch er wird es abſchlagen.“
„Ah! Herr Jackal,“ rief Herr Gérard, wieder in ſein erſtes Zittern verfallend,„wenn Sie ſich täuſchten...“
„Ich wiederhole Ihnen, mein lieber Herr Gérard, Ihre Rettung iſt für mich nothwendig. Seien Sie alſo ohne Furcht, und ſetzen Sie Ihre philantropi⸗ ſchen Werke wie gewöhnlich fort; nur erinnern Sie ſich deſſen, was ich Ihnen ſagen werde: es kann morgen, übermorgen, heute, in einer Stunde, dieſe oder jene Perſon kommen, die Sie will ſprechen machen, welche behaupten wird, ſie ſei ermächtigt, dies zu thun, welche Ihnen ſagen wird, wie ich ge⸗ ſagt habe:„Ich weiß Alles!““ antworten Sie ihr nichts, Herr Gérard; geſtehen Sie ihr nicht eine von Ihren Jugendſünden; lachen Sie ihr ins Ge⸗ ſicht; ſie wird nichts wiſſen. Wir ſind im Ganzen Vier, die das Verbrechen kennen: Sie, ich, Ihre Nichte, der Abbé Dominique...“
Herr Gérard machte eine Bewegung; der Poli⸗ zeimann hielt ihn zurück.
„Niemand außer uns darf es kennen,“ fügte er bei;„ſeien Sie alſo auf Ihrer Hut und laſſen Sie ſich nicht überrumpeln. Läugnen Sie; läugnen Sie frech; läugnen Sie auf den Tod, und wäre es gegen den Staatsanwalt; läugnen Sie unter jeder Bedin⸗ gung, ich werde Sie im Nothfalle unterſtützen, das iſt mein Handwerk!“
Es iſt unmöglich, den Ausdruck wiederzugeben, mit dem Herr Jackal dieſe letzten Worte ſprach.


